Zweierlei Wasser

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Tee kochte ich bisher ja schlicht mit heißem Wasser. Damit meine ich, dass ich kaltes Wasser aus der Leitung in meinen Wasserkocher überführe und es nach Erreichen des Siedepunktes in eine mit Teekräutern bestückte Tasse gieße.
Wahrscheinlich würde jeder echte Teekenner und -genießer mich unter der Kategorie Banause einordnen, in Otto-Normalteetrinker-Kreisen jedoch ist meine Vorgehensweise durchaus üblich.
Nun kam ich bei einem Aufenthalt im Krankenhaus an einem Teewagen vorbei. Dieser war hinlänglich mit allem ausgestattet, was das Tee(banausen)herz begehren könnte – es gab mehrere Teesorten, winzige Päckchen mit Zitronensaft, Zucker- sowie Süßstoff-Portionen und außerdem zwei große Thermoskannen mit gekochtem Wasser.
Die Beschriftung der beiden Kannen lautete ‚Teewasser‘ und ‚Heißwasser‘. Damit wusste ich nicht viel anzufangen, mir fiel kein sinnvoller Unterschied ein.

Geheime Unterschiede
Geheime Unterschiede

Meine abschließende Vermutung – beruhend auf der These, dass die etikettierende Person nämlich einen Grund für die unterschiedliche Deklamierung hatte – lautet also, dass es humoristisch zu verstehen ist. Vielleicht sollte beim pflichtgetreuen, möglicherweise tagelangen Aufbringen ungezählter (oder schlimmer noch, gezählter) Schildchen ein wenig Abwechslung her.
Oder es war als genialer Kunstgriff erdacht, um Menschen kurz zum Stutzen zu bringen. Bekanntlich kann es von Zeit zu Zeit recht hilfreich sein, aus gewohnten Denkstrukturen – wenigstens für einen Moment – herauszutreten.
Keinesfalls ausschließen will ich weitere mögliche Erklärungen, wobei die wirklich logischen aber meist auch die langweiligsten sind.
Mich hat es zum Schmunzeln gebracht und zu diesem Beitrag inspiriert – als ich jüngst über das Foto stolperte, fand ich es immernoch witzig, etwas sonderbar und unbedingt teilenswert.

Ich bin (Lebens)Künstlerin, zweifache Mama, im Herzen noch Kind, Assistentin für alles Mögliche sowie Beraterin in verschiedensten Lebenslagen, und das alles im zauberhaften Leipzig.
Das Leben fasziniert mich maßlos, bis ins kleinste Detail möchte ich es (er)leben, es kosten und auskosten, es intensiv ergründen. Immer interessiert mich brennend, wie die Dinge zusammenhängen, und welchen Einfluss ich selbst auf bestimmte Situationen habe.
Neuem gegenüber stets offen, begeistern mich oft selbst die unscheinbarsten Kleinigkeiten.
Und weil sich (mit)freuen – und manchmal –wundern – soo schön ist, schreibe ich Erlebtes und Gefundenes in diesem freundlichen Blog nieder.
Möge die geneigte Leserschaft ihr helles Vergnügen daran haben!